Rollstuhlfechten: Dynamik, Präzision und schnelle Reflexe auf Rädern

Rollstuhlfechten gehört zu den schnellsten, faszinierendsten und elegantesten Inklusionssportarten überhaupt. Ob mit Florett, Degen oder Säbel – hier treffen enorme Dynamik, taktische Raffinesse und blitzschnelle Reflexe aufeinander.

Doch wie funktioniert Rollstuhlfechten genau, wer kann es ausüben und welche Regeln gelten? In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige über den Para-Sport und wo du ihn direkt in Köln ausprobieren kannst!

Wie funktioniert Rollstuhlfechten? Die Besonderheiten

Grundsätzlich unterscheidet sich das Fechten im Rollstuhl in den Regeln und Trefferflächen kaum vom Fechten im Stehen:  

  • Fixierte Rollstühle: Die Rollstühle der Athlet*innen werden auf einer speziellen Fechtgestell-Plattform fest am Boden verankert. Dadurch gibt es kein Vor- und Zurückfahren über die Fechtbahn.  
  • Nahkampf & Schnelligkeit: Da der Abstand zwischen den Kontrahent*innen fixiert ist, entfällt das Anpassen der Distanz über die Beine. Die Fechter*innen befinden sich permanent auf Trefferdistanz! Das macht die Gefechte extrem intensiv, schnell und erfordert höchste Präzision in Rumpf-, Arm- und Handbewegungen.
  • Inklusive Sportart: Rollstuhlfechten steht nicht nur Rollstuhlfahrer*innen offen, sondern allen Menschen mit Einschränkungen der unteren Extremitäten sowie Fechter*innen ohne Einschränkung (z. B. während Verletzungspausen oder im gemeinsamen Training). 

Welche Waffen gibt es beim Rollstuhlfechten?

Wie beim Fechten im Stehen wird in drei Disziplinen gekämpft:

  1. Florett: Eine reine Stoßwaffe. Trefferfläche ist nur der Rumpf (Oberkörper).
  2. Degen: Ebenfalls eine Stoßwaffe. Trefferfläche ist der gesamte Oberkörper oberhalb der Gürtellinie.
  3. Säbel: Eine Hieb- und Stoßwaffe. Hier zählen sowohl Stöße als auch Hiebe auf die gesamte Trefferfläche oberhalb der Hüfte.

Ausprobieren in Köln beim Kölner Fechtklub e.V. 1921

Du hast Lust deine Reflexe zu schulen und das Klingenkreuzen selbst auszuprobieren? Dann musst du in Köln nicht lange suchen! Der Kölner Fechtklub e.V. 1921 (KFK) bietet Rollstuhlfechten in einer offen gestalteten und inklusiven Atmosphäre an.

Inklusives Training für alle

Beim KFK trainieren Rollstuhlfechter*innen zeitgleich mit den Fechter*innen ohne Rollstuhl. Auch Gehende nehmen für einzelne Gefechte regelmäßig im Fechtstul Platz – so entsteht ein echtes Miteinander auf Augenhöhe.

Ablauf des Trainings

  1. Gemeinsames Aufwärmen
  2. Spezifische Übungen & Lektionen zur Technik und Handarbeit
  3. Freies Fechten (Es können bis zu 4 Personen gleichzeitig auf den Fechtgestellen gegeneinander antreten)

Wie kannst du mitmachen?

Das Beste daran: Du musst für den Start nichts mitbringen! Sämtliches Material – von Schutzmasken und Fechtanzügen über die Waffen bis hin zu den speziellen Fechtrollstühlen – ist vor Ort komplett vorhanden.

  • Das brauchst du: Normale Sportkleidung und etwas zu trinken (Wasser).
  •  Trainingszeiten für Erwachsene: Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils von 19:15 bis 21:00 Uhr (Der Freitag eignet sich besonders gut für ein Probetraining!)
  •  Barrierefreiheit & Trainingsort: Die Sporthalle der Kaiserin-Augusta-Schule (Follerstraße, Köln) ist komplett barrierefrei zugänglich.

Interesse an einem Probetraining?

Melde dich für ein kostenloses Probetraining einfach direkt online über die Webseite des Vereins an: koelner-fechtklub.de. 


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